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Pflege für empfindliche Haut: Couperose, Rosazea, Neurodermitis und Co.

Hautprobleme stellen für Betroffene nicht nur eine physische, sondern auch eine psychische Belastung dar. Das liegt in erster Linie daran, dass Hautauffälligkeiten, abhängig davon an welcher Stelle des Körpers sie vorkommen, sehr präsent sein können. Besonders im Gesicht lassen sie sich vor der Öffentlichkeit kaum verbergen. Couperose, Rosazea oder Neurodermitis sind nur drei charakteristische Beispiele für unzählige Hautkrankheiten, die es gibt. Neben einer gesunden Lebensweise sind vor allem auf eine sensible Hautpflege und die richtigen Pflegeprodukte zu achten. Wie genau eine Pflege für empfindliche Haut aussieht und was besser vermieden werden sollte, erfahren Sie in diesem Artikel.

Couperose

Bei dieser Hauterkrankung treten rote Flecken und sichtbare Äderchen im Gesicht auf, die von den Betroffenen meist als unästhetisch und belastend empfunden werden. Die Hauterkrankung ist zu Beginn weniger sichtbar. Erst kommt es zu leichten Rötungen im Wangen- und Nasenbereich, mit dem Verlauf der Krankheit verschlimmert sich dieser Zustand immer mehr. Die Rötungen werden intensiver und die Sichtbarkeit der „Aderverästelung“ deutlicher. Als Hauptursachen für das Auftreten des Leidens gelten eine Gefäßerweiterung im Gesicht und eine Bindegewebeschwäche. Treten die Rötungen immer wieder auf, bleiben sie aufgrund von Stauungen in den Kapillaren irgendwann konstant bestehen. Dadurch werden die Blutgefäße im Gesicht erweitert (Teleangiektasie) und es kann durch die Bildung von Verzweigungen und Ausstülpungen zu Gefäßneubildungen kommen. Die Folge sind bleibende Rötungen und die sichtbare Ausprägung des Gefäßnetzes. Besonders anfällig sind hellhäutige Typen und Menschen, die eine trockene und sensible Haut haben.

Couperose
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Die richtige Hautpflege bei Couperose

Patienten mit diesem Hautleiden sollten unbedingt auf eine spezielle Pflege zurückgreifen. Nicht geeignet sind parfümierte oder alkoholhaltige Pflegeprodukte. Auch eine Gesichtscreme, in der Mineralöle oder Silikone enthalten sind, ist für eine empfindliche Hautpflege nicht geeignet. Die tägliche Couperose Gesichtspflege sollte vor allem aus Feuchtigkeit spendenden Produkten bestehen. Kontraproduktiv ist auch eine sehr fetthaltige Creme, denn diese legt sich, wie eine zweite Schicht über die Haut. Infolgedessen erhitzt sich das Hautgewebe und die Aderverästelung tritt deutlicher zum Vorschein. Besonders geeignet ist eine beruhigende Creme für empfindliche Haut, die Johanniskraut, Lavendel oder Ringelblume enthält. Damit wird das natürliche Hautfeuchthaltesystem unterstützt, zudem weisen diese Inhaltsstoffe eine antibakterielle, anti-entzündliche und ausgleichende Wirkung auf. Für die tägliche Anwendung verwenden Sie am besten eine Gesichtscreme für empfindliche Haut. Für die Nacht empfiehlt es sich, eine gesonderte Creme zu nutzen, welche die Hautregeneration unterstützt. Vor dem Auftragen können Sie ein mildes Serum oder Konzentrat verwenden, welches Ihr Gesicht mit Feuchtigkeit versorgt und besonders trockene Hautpartien optimal pflegt.

Unsere Empfehlungen:

Doc. Babor REFINE CELLULAR Couperose Serum, 50ml Professional Couperose Relax Serum, 30ml SENSITIVE Cream Rutivital, 50 ml

Rosazea

Hierbei handelt es sich um eine chronische Hauterkrankung, die meist im Erwachsenenalter das erste Mal auftritt. Sie verläuft schubweise und geht mit brennenden und juckenden Rötungen im Gesicht einher. Ihr Auftreten erstreckt sich von leichten Rötungen zu Beginn bis hin zu unangenehmen Papeln, Pusteln und  sichtbaren vergrößerten Äderchen im späteren Verlauf. Die Ursachen dieser Hauterkrankung sind noch nicht hinreichend geklärt. Wie auch bei der Couperose scheint die Veranlagung eine erhebliche Rolle zu spielen. Eine genetisch bedingte Anregung der Hautzellen Entzündungsstoffe freizusetzen, sorgt für Entzündungsreaktionen an bestimmten Hautstellen. Eine weitere Ursache ist die gestörte Kommunikation zwischen Nerven und Blutgefäßen. Das führt dazu, dass sich die Blutgefäße bei gewissen Außenreizen, etwa Temperaturschwankungen, weiten und nicht wieder zusammenziehen.

Rosazea
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Die richtige Hautpflege bei Rosazea

Es ist sehr wichtig, dass Gesicht regelmäßig, aber sehr hautschonend zu reinigen. Am besten verwenden Sie dazu eine seifen-, parfüm- und alkoholfreie Pflege für empfindliche Haut. Auch hier gilt es, auf fettreiche Pflegeprodukte zu verzichten und lieber auf eine flüssige Textur zu setzen. Ebenfalls Vorsicht geboten ist bei Inhaltsstoffen, wie Menthol, Eukalyptus, Kampfer oder diversen Anti-Aging-Stoffen. Darauf wirkt die Gesichtshaut besonders empfindlich. Für die tägliche Pflege eignet sich eine stark beruhigende Creme für empfindliche Haut mit einem hohen Wasseranteil, die Juckreiz und Rötungen lindert. Typische Inhaltsstoffe einer Rosazea-Gesichtscreme sind beispielsweise Zink, Süßholzwurzelextrakt oder Nachtkerzenöl.

ProBalance Akut Spray, 75ml ProBalance Sanfte Gesichtsreinigung, 150ml Exquisit Hautöl sensibel, 20ml

Unsere Empfehlungen:

Neurodermitis

Die atopische Dermatitis oder Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hautkrankheit, die schon im Kindesalter beginnen kann. Sie zeichnet sich durch sehr trockene und sensible Haut, einen starken Juckreiz und einen augenscheinlichen Hautausschlag aus. Die involvierten Hautstellen sind gereizt, gerötet, schuppig und allgemein empfindlich. Besonders sensibel sind die Arm- und Beinbeugen, der Nacken oder die Hände, weshalb diese Stellen am häufigsten betroffen sind. Die Haut eines Menschen verfügt über eine natürliche Schutzfunktion, welche sie vor äußeren Einflüssen bewahrt. Bei einem Menschen mit diesem Hautleiden funktioniert dieser Schutz nicht im vollen Maß. So entzünden sich bestimmte Hautstellen phasenweise bei Kontakt mit Keimen oder anderen Reizen sehr viel schneller, als es bei einem gesunden Menschen der Fall ist. Die Hauptursache ist die verminderte Barriere-Funktion der oberen Hautschichten und eine vererbte Neigung des Immunsystems überempfindlich auf Reize aus der Umwelt zu reagieren.

Neurodermitis
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Die richtige Hautpflege bei Neurodermitis

Da die natürliche Hautschutzfunktion bei dieser Hautkrankheit gestört ist, muss mit der richtigen Pflege alles dafür getan werden, die empfindliche Haut zu schützen. Zum einen sollte sie mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt werden, das gilt besonders für das Gesicht und trockene Hautpartien. Um Gesichts- und Körperhaut nachhaltig zu pflegen und eine Art Barriere-Schicht zu schaffen, ist auch eine rückfettende Pflege vonnöten. Für die regelmäßige Anwendung ist einzig eine Pflege für empfindliche Haut, also ohne Duftstoffe und Konservierungsmittel geeignet. Ein Hautöl, welches Nachtkerzen- oder Mandelöl enthält, ist eine gute Ergänzung zur täglichen Pflege. Allerdings sollten Sie danach nicht duschen, damit das Öl möglichst lange seine pflegende Wirkung beibehält und trockene Hautpartien schützt. Je stärker ausgeprägt die Hautkrankheit und entzündeter die betroffenen Stellen sind, desto wasserhaltiger sollte die Creme sein. Der Verdunstungseffekt, welcher durch eine Flüssigkeitscreme entsteht, wirkt sich positiv auf die Hautreizung aus, insofern regelmäßig nachgecremt wird.

Unsere Empfehlungen:

B14 SOS Olivenblatt Gel Protection, 100 ml Pflege Lotion Mittagsblume, 200ml Akut Creme Potentilla, 20ml Med Hand Protection Balm o.P., 75ml

Pflege für empfindliche Haut: Gesichtspeelings und hautreizende Pflegeprodukte sind nicht geeignet

Auf jegliche Pflegemaßnahmen, die zur Hautreizung beitragen, sollten Sie unbedingt verzichten. Dazu gehören Peeling-Behandlungen, mechanische Peelings, Hautmassagen, (vor allem Bürstenmassagen) oder Wärmemasken. Auch beim Abtrocknen sollte sensibel vorgegangen werden. Gesicht und Körper bitte nicht trocken rubbeln, sondern nur sanft tupfen oder ausstreichen. Hilfsmittel, wie Waschlappen, Abschminktücher, raue Duschschwämme oder Massagehandschuhe sind ebenfalls nicht das Richtige für empfindliche Haut. Vor allem auf bereits entzündeten Stellen können sie großen Schaden anrichten.

Allgemeine Hinweise zum Lebensstil bei Hauterkrankungen

Im Kampf gegen die Hautkrankheiten kann es helfen, die Faktoren ausfindig zu machen, welche dazu beitragen, dass sich das Hautbild verschlechtert. Häufige Auslöser sind zum Beispiel:

  • direkte Sonneneinwirkung und UV-Strahlung
  • Temperaturschwankungen, beziehungsweise eine zu hohe Hitze- oder Kälteeinwirkung
  • Alkohol- und Nikotinkonsum
  • Koffein- oder Teein
  • hohes Stresslevel
  • sehr fettige, stark gewürzte oder scharfe Speisen
  • Verzehr von zu heißem Essen
  • hormonelle Umstellungen
  • Medikamenteneinnahme (hier bitte immer Rücksprache mit dem Arzt halten) oder Verwendung der falschen Pflege und Kosmetik.
  • übermäßige Verzehr von Milchprodukten

Stellen Sie fest, dass einer oder mehrere dieser Umstände dazu beitragen, dass Sie empfindlich reagieren, sollten Sie die Auslöser konsequent meiden.