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Beauty-Mythen bei der Winterpflege

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Jeden Tag hundert Bürstenstriche sorgen für dichtes und glänzendes Haar. Lippenpflegestifte haben Suchtpotenzial und Sonnenschutz ist nur etwas für den Sommer. Solche und ähnliche Beauty-Mythen tauchen immer wieder auf und verunsichern viele Frauen. Auch in puncto Winterpflege kommt es häufig zu falschen Annahmen. Darum haben wir die Mythen zusammengestellt, die sich am hartnäckigsten halten und verraten, was es tatsächlich damit auf sich hat.

Starke Hautbelastungen im Winter – Beauty-Mythen sorgen für Irritationen

Auch sonst unter dem Jahr kursieren so einige Beauty-Mythen umher. Das ändert sich auch im Winter nicht. Das Problem: Gerade die Winterpflege geht mit einigen Herausforderungen einher. Die Haut muss sich etwa aufgrund der Wetterbedingungen und den Temperaturschwankungen von kalter Winterluft und geheizten Innenräumen einigen Strapazen stellen. Umso fataler ist es, sich unnachgiebig haltenden Fehlinformationen aufzusitzen, was dazu führt, dass die Hautpflege einfach keine Wirkung erzielen möchte.

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Im Winter gefrieren Cremes auf der Haut

Das ist richtig!

Es handelt sich nicht nur um einen Beauty-Mythos. Die richtige Winterpflege für das Gesicht sollte weniger feuchtigkeitsspendend, sondern vielmehr reichhaltig sein. Pflegeprodukte, die vorwiegend hydratisieren und kaum pflegende Fette enthalten – sogenannte Öl-in-Wasser-Emulsionen – sind für die kalte Jahreszeit nicht gut geeignet. Eine zu stark wasserhaltige Creme kann bei Minusgraden tatsächlich auf der Hautoberfläche gefrieren und zu unschönen geplatzen Äderchen führen. Die Haut wird allmählich immer dünner und infolgedessen kann der Säureschutzmantel nicht mehr aufrechterhalten werden. Wasser – in – Öl Emulsionen eignen sich daher deutlich besser.

Vor allem trockene Haut profitiert daher im Winter von fetthaltigen und reichhaltigen Pflegecremes, die langanhaltend vor dem Austrocknen bewahren. Eine solche Hautpflege sorgt für einen idealen Schutz vor Kälte und für eine herrliche Geschmeidigkeit.

Baden im Winter trocknet die Haut nur noch mehr aus

Das ist nur zum Teil wahr!

Wenn es draußen eisig, windig und nasskalt ist, tut ein heißes Schaumpflegebad zwar richtig gut, doch wer zu lange in der Badewanne liegt oder es mit der Wassertemperatur übertreibt, schadet der Haut. Das heiße Badewasser löst ihren Schutzfilm. Beauty-Produkte wie schäumende Badezusätze enthalten oft Emulgatoren, die der Haut zusätzlich wertvolle Lipide und Feuchtigkeit entziehen.

Baden im Winter trocknet die Haut nur noch mehr aus
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Grundsätzlich ist im Winter eher eine kurze Dusche zu bevorzugen. Wer aber auf keinen Fall auf ein warmes Wohlfühlbad verzichten möchte, sollte nicht heißer als bei 38 Grad Celsius und nicht länger als 15 Minuten baden. Im Idealfall sollte zudem ein rückfettendes Bade-Öl verwendet werden, denn auf diese Weise wird trockene Haut bereits während des Badens gepflegt. Auch nach dem Vollbad braucht es die richtigen Pflegeprodukte, um die Haut wieder streichelzart zu pflegen.

Lippenpflegestifte machen süchtig

Das ist falsch!

Diese Aussage ist definitiv nur ein Beauty-Mythos. Vor allem in der kalten Jahreszeit leidet die zarte Haut der Lippen besonders unter der frostigen Kälte, eisigem Wind sowie der trockenen Heizungsluft in Innenräumen. Die Lippenhaut ist sehr dünn und hat keine Talgdrüsen. Aus diesem Grund trocknet sie viel schneller als andere Hautpartien aus. Professionelle Hautpflege im Winter schließt daher auch immer eine adäquate Lippenpflege ein. Pflegeprodukte für die Lippen enthalten jedoch keinerlei Stoffe, die eine physische Abhängigkeit hervorrufen könnten. „Lippenpflege-Fans“ gewöhnen sich lediglich an das herrlich weiche Hautgefühl und fühlen somit auch Trockenheit viel schneller und intensiver. Daraus entsteht oft das Gefühl, nachbalsamieren zu wollen.

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Der Lippenbalsam von BABOR ist beispielsweise vor allem für rissige, spröde und trockene Lippen bestens geeignet. Eine Kombination aus Aloe Vera, Shea Butter, Bienenwachs sowie wertvollem Sonnenblumenöl hinterlässt ein angenehmes Gefühl, das man mit Sicherheit nicht mehr missen möchte. Die Lippen werden durch diese BABOR Kosmetik vor allem auch bei Kälte mit Feuchtigkeit versorgt und geschmeidig weich gepflegt.

Tipp: Mediziner und Hautpflegeexperten raten dazu, eine Lippenpflege zu wählen, die komplett frei von Mineralölen ist. Am besten ist ein natürlicher Pflegebalsam mit einem hohen Lichtschutzfaktor, der auch im Winter sehr wichtig ist.

Eine Creme passt für alle Jahreszeiten

Das ist falsch!

Auch das ist definitiv ein Mythos. Eine gesunde Haut braucht im Sommer sowie im Winter eine adäquate Hautpflege. Durch die eisigen Außentemperaturen und die trockene Heizungsluft im Winter verändern sich die Hautbedürfnisse. Die Gesichts- und auch die Körperhaut müssen ganz anderen Außenbedingungen standhalten als in den Sommermonaten. Während es im Sommer eher leichte, feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte braucht, basiert die Hautpflege im Winter auf reichhaltigen, also fettreicheren Kosmetikprodukten.

Frau Dr. med. Ulrike Thieme, medizinische Leiterin beim Online-Arzt ZAVA Deutschland, erklärt, warum eine Creme nicht für alle Jahreszeiten passt: „Jede Jahreszeit bringt unterschiedliche Bedingungen mit sich und weckt somit verschiedene Hautbedürfnisse. Die kalten Temperaturen im Herbst und Winter schwächen ihre Barrierefunktion, da die Drüsen der Haut bei Kälte deutlich weniger Talg produzieren. Ab einer Temperatur von weniger als acht Grad stellt sich die Talgproduktion sogar gänzlich ein, worunter die hauteigene Schutzschicht (Hydrolipidfilm) leidet. Abhilfe schaffen in den kalten Monaten reichhaltige und fettreiche Pflegeprodukte. Die warmen Temperaturen und die erhöhte Luftfeuchtigkeit im Sommer führen zu einer verstärkten Schweißbildung in den Drüsen der Haut. Die Folgen sind Flüssigkeitsverlust und eine angeregte Talgproduktion. Daher bietet sich in den warmen Monaten eine feuchtigkeitsspendende und weniger reichhaltige Hautpflege an.“

Wenn in der Winterzeit die Lippen rau werden und aufspringen, hilft Honig am besten!

Das ist richtig!

Auf jeden Fall kein Beauty-Mythos: Honig ist ein echtes Naturtalent, das viele wertvolle Stoffe enthält und somit ein ausgezeichneter Helfer gegen raue Lippen und trockene Haut darstellt.

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Auf wertvollen Honig-Extrakt und einem essenziellen Fettsäure-Pflegekomplex setzt auch Elizabeth Arden mit dem Eight Hour Intensive Lip Repair Balm. Diese Lippenpflege stärkt die Feuchtigkeitsbarriere, pflegt intensiv und zaubert sogar einen leichten Schimmer auf die Lippen.

Kaltes Wasser kann in der kalten Jahreszeit für einen besonderen Haarglanz sorgen

Stimmt nicht!

Es gibt bislang keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, die diese Aussage stützen würden. Natürlich: Wind, Eis, Schnee und trockene Heizungsluft strapazieren nicht nur die Haut, sondern auch die Haare!

Auch Mützen und Schals sorgen in der kalten Jahreszeit für fliegendes, stumpfes und kraftloses Haar. Dass kaltes Wasser die Haare wieder zum Glänzen bringen würde, ist jedoch ein Beauty-Mythos.

Kaltes Wasser mag ein ausgezeichneter Wachmacher sein und bestimmt auch ein großartiger Beauty-Helfer für ein straffes Bindegewebe sowie gesunde Gefäße. Um die Haare jedoch wieder seidig schön und glänzend zu pflegen, sollte eher zu einer passenden Pflegespülung und einer reichhaltigen Haarkur gegriffen werden.

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Ein großartiger Glanz-Conditioner ist der Olive Glanz-Conditioner der griechischen Naturkosmetikmarke KORRES. Diese Haarpflege setzt auf die Kraft nativen Olivenöls, Olivenblatt-Extrakte sowie auf die wertvollen Vitamine B und E! Das Haar wird bis in die Wurzel gestärkt und kann in neuem Glanz erstrahlen!

Haarspliss in der Winterzeit lässt sich durch die richtigen Pflegeprodukte reparieren

Stimmt nicht!

Die Wintermonate beanspruchen das Haar in besonderer Weise! Allein schon der Wechsel zwischen der trockenen Heizungsluft in Innenräumen sowie den eisigen Temperaturen draußen begünstigt das Austrocknen der Haare und fördert die Spliss-Bildung. Auch Rollkragenpullover, Schals und Mützen stellen die Haare in der kalten Jahreszeit vor eine echte Herausforderung.

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Sind die Haare aber erst einmal beschädigt, dann helfen leider keine Pflegeprodukte mehr. Shampoos, Spitzen-Fluide, Kuren und Pflegespülungen können die gespaltenen Spitzen bedauerlicherweise nicht mehr reparieren! Wenn überhaupt ein Reparatureffekt auftritt, so ist dieser nur von kurzer Dauer. Bereits entstandene Schäden kann also nur der Friseur entfernen: In diesem Fall hilft also wirklich nur das Spitzenschneiden! Eindeutig also ein Beauty-Mythos.

Sonnenschutz ist nur in den heißen Sommermonaten wichtig

Stimmt nicht!

Wenn es um Mythen in der Hautpflege geht, dann taucht leider auch diese Falschannahme immer wieder auf. Vor allem beim Spazierengehen oder beim Wintersport muss aber auf einen ausreichenden UV-Schutz geachtet werden. In den Bergen ist die Luft dünner, was dazu führt, dass ein kleinerer Anteil der UV-Sonnenstrahlung abgehalten wird. Liegt nun auch noch Schnee, dann reflektiert das die Sonnenstrahlung umso stärker. Ein starker Sonnenschutz gehört definitiv zu einer richtigen Hautpflege im Winter mit dazu, um die Haut vor lichtbedingten Schäden sowie vor einer vorzeitigen Faltenbildung zu schützen.

Frau Dr. med. Ulrike Thieme, medizinische Leiterin beim Online-Arzt ZAVA Deutschland, erklkärt warum ein ausreichender Sonnenschutz auch in den Wintermonaten wichtig ist: „Die Wahl des Lichtschutzfaktors sollte sich immer nach der Stärke der Sonneneinstrahlung und nicht nach der Außentemperatur richten. Somit ist ein ausreichender UV-Schutz auch im Winter sehr wichtig. Besonders beim Wintersport in den Bergen kann die UV-Belastung aufgrund der dünnen Luft sowie der Reflexion durch Schnee und Eis besonders hoch sein. Dabei dringen die UV-A-Strahlen tief in die Lederhaut (Dermis) ein und fördern hier die Entstehung freier Radikale sowie die Zerstörung der elastischen und kollagenen Fasern. Zudem verdünnt sich die Oberhaut (Epidermis), wodurch die Haut an Feuchtigkeit und Elastizität verliert und frühzeitige Anzeichen der Hautalterung zeigt. Sowohl UV-B- als auch UV-A-Strahlen können das Erbgut (DNA) der Hautzellen schädigen und somit die Entstehung von Hautkrebs begünstigen.“
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Männerhaut braucht in der kalten Jahreszeit nicht so viel Pflege

Stimmt nicht!

Auch die widerstandsfähigere Haut von Männern kann vorzeitig altern und geschädigt werden, wenn sie nicht adäquat gepflegt wird – und das zu jeder Jahreszeit! Es ist also ebenfalls ein Beauty-Mythos, dass besondere Winterpflege für Herren überflüssig ist.

Auf keinen Beauty-Mythos hereinfallen: Gute Winterpflege sollte wohlüberlegt sein

Sie sehen also: Es gibt etliche Beauty-Mythen. Einige von ihnen halten sich auch leider noch immer stoisch. Vor allem in Bezug auf die Winterpflege existieren noch zu viele Irrtümer.

Wir hoffen, wir konnten allerdings ein paar von diesen Mythen etwas entschlüsseln und klarstellen, sodass Sie auf jeden Fall zur richtigen Pflege im Winter greifen.

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