Fußpflege
© forma82 / Fotolia.com

Zarte Sohlen im Eis: So pflegen Sie Ihre Füße im Winter richtig

Wenn die Temperaturen fallen und der Winter Einzug hält, ist es an der Zeit, unsere Füße auf die besonderen Herausforderungen der kalten Jahreszeit vorzubereiten. Kälte und Nässe strapazieren die Füße ebenso wie das ständige Tragen von Schuhen und dicken Socken. In unserem Ratgeber erfahren Sie, welche Probleme die Füße in der kalten Jahreszeit plagen und wie Sie ihnen mit einer effektiven Pflegeroutine begegnen können. Zum Abschluss geben wir außerdem Tipps für eine ausgiebige Wellness-Behandlung für Ihre Füße.

 

Wie fordern Kälte und Feuchtigkeit Ihre Füße heraus?

 

Niedrige Temperaturen lassen das Blut eher in der Mitte des Körpers zirkulieren und reduzieren damit die Durchblutung von äußeren Punkten des Körpers, insbesondere Händen und Füßen. Die Folge sind sowohl kalte Füße als auch eine reduzierte Talg-Produktion. Gleichzeitig kann die Haut im Winter insgesamt schwerer Feuchtigkeit speichern und es entsteht eine trockene und spröde Fußhaut.

Auch die kalte Nässe von draußen kann durch durchlässiges Schuhwerk eindringen und die Füße zusätzlich durchnässen und auskühlen. Sind die Füße zu lange der Kälte ausgesetzt, können sie sogar einfrieren.

Zusätzlich dazu birgt die Winterzeit das Risiko von Pilzinfektionen . Füße verfügen über sehr viele Schweißdrüsen – mehr als Talgdrüsen. Ihre Aktivität wird durch die verringerte Durchblutung nicht beeinflusst. Das Tragen von dicken Socken und engen Schuhen begünstig daher die Bildung eines feuchten und warmen Milieus, das das Wachstum von Pilzen begünstigt und die Gesundheit der Füße gefährden kann.

 

Die tägliche Pflegeroutine für Winterfüße

 

Oft wird die Fußpflege im Winter vernachlässigt, weil die Füße den ganzen Tag in Socken und Schuhen verschwinden und deshalb nicht mehr zu sehen sind – anders als im Sommer. Eine regelmäßige Pflegeroutine ist dennoch entscheidend, um Ihre Füße gepflegt und gesund zu halten. Wir haben die wichtigsten Bestandteile einer täglichen Fußpflege für Sie aufgestellt.

 

Reinigung: Beginnen Sie Ihre Fußpflege mit einer gründlichen Reinigung. Schmutz und Schweiß sammelt sich in den Socken und Schuhen über den Tag an. Eine gründliche Reinigung hilft, diese Rückstände zu entfernen und verhindert unangenehme Gerüche und Hautirritationen. Verwenden Sie dafür ein mildes Fußbad oder Fußseife, aber vermeiden Sie zu heiße, lange Bäder. Neigt Ihre Haut zu ohnehin zu Trockenheit, sollten sie feuchtigkeitsspendende und rückfettende Produkte verwenden.

 

Peeling: Ein sanftes Peeling hilft, abgestorbene Hautzellen zu entfernen und die Durchblutung zu fördern. Nährstoffe gelangen so besser in die Haut und auch die Talgproduktion wird etwas angeregt. Außerdem ist die Haut nach dem Peeling aufnahmebereiter für Pflegeprodukte wie Fußcremes oder Lotionen. Diese können tiefer in die Haut eindringen und so eine effektivere Feuchtigkeitsversorgung und Pflege gewährleisten. Es muss nicht zwingend jeden Tag verwendet werden, sollte aber ein regelmäßiger Bestandteil Ihrer Pflege sein.

 

Feuchtigkeit: Den Abschluss der täglichen Pflegeroutine bildet eine reichhaltige Fußcreme. Die kalte Winterluft entzieht der Haut Feuchtigkeit, die trockene Haut kann reißen. Eine Creme versorgt die Haut an den Füßen mit Feuchtigkeit und stärkt die Schutzbarriere. Besonders eine Schaum-Creme eignet sich, um die Haut optimal mit Feuchtigkeit zu versorgen.

 

Gehwol

Die besten Inhaltsstoffe für die Fußpflege

 

Die Kombination von verschiedenen Inhaltsstoffen in Fußpflegeprodukten gewährleistet eine umfassende Pflege für Ihre Füße – vom Versorgen mit Feuchtigkeit und der Stärkung der Schutzbarriere bis hin zur Prävention von Hautproblemen. Die Wahl des richtigen Produkts, das zu Ihren Hautbedürfnissen passt, ist entscheidend, um Ihre Füße in bestmöglichem Zustand zu halten, besonders in den winterlichen Bedingungen.

 

Harnstoff (Urea): Urea ist ein feuchtigkeitsspendender Wirkstoff, der in Fußpflegeprodukten häufig verwendet wird. Er bindet Feuchtigkeit in der Haut und hilft trockene und rissige Haut effektiv zu behandeln. Urea trägt außerdem dazu bei, die natürliche Feuchtigkeitsbarriere der Haut zu stärken und verhindert so, dass sie weiterhin Feuchtigkeit verliert. Dieser Inhaltsstoff ist besonders nützlich, um selbst extrem trockene Hautpartien, wie die Ferse, wieder geschmeidig zu machen.

trockene FÜße

Sheabutter: Sheabutter ist ein natürlicher Wirkstoff, der reich an Vitaminen, Fettsäuren und Antioxidantien ist. In Fußpflegeprodukten sorgt Sheabutter für eine tiefe und langanhaltende Feuchtigkeitsversorgung. Sie hilft, die Haut weich und geschmeidig zu halten und kann besonders bei trockenen und beanspruchten Füßen eine spürbare Verbesserung bewirken. Darüber hinaus beruhigt Sheabutter die Haut und lindert Reizungen, was sie zu einem umso wertvolleren Inhaltsstoff in Winterpflegeprodukten macht.

 

Jojobaöl: Jojobaöl ist ein leichtes, nicht fettendes Öl, das tief in die Haut eindringt und bei der Feuchtigkeitsregulierung hilft. Es ist reich an Vitaminen und Mineralien und fördert die Geschmeidigkeit der Haut. Jojobaöl bildet eine Schutzbarriere, die hilft, Feuchtigkeit einzuschließen und die Haut vor dem Austrocknen zu schützen. In der kalten Winterzeit ist es besonders nützlich, um die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen.

 

Aloe Vera: Aloe Vera ist bekannt für ihre beruhigenden Eigenschaften und wird oft in Fußpflegeprodukten verwendet, um Reizungen zu lindern und die Haut zu regenerieren. Sie hat auch eine feuchtigkeitsspendende Wirkung und eignet sich besonders gut für die Pflege von empfindlicher Haut an den Füßen, die oft durch Reibung und Druck belastet wird.

 

Teebaumöl: Teebaumöl ist ein natürlicher Inhaltsstoff mit antimykotischen Eigenschaften, was bedeutet, dass es das Wachstum von Pilzen hemmt. Dies macht es besonders nützlich, um Pilzinfektionen an den Füßen zu verhindern, insbesondere in der Winterzeit, wenn die Füße meist in warmen Schuhen und Socken eingeschlossen sind. Teebaumöl kann dazu beitragen, die Haut gesund zu halten und unangenehme Pilzinfektionen zu vermeiden.

 

Sonderfall Eisfüße

 

Niedriger Blutdruck oder Gefäßerkrankungen wie Diabetes, Übergewicht oder Rauchen können neben der schlechteren Durchblutung und ungeeignetem Schuhwerk zu besonders kalten Füßen führen. In diesem Fall sollten Sie sich von einem Arzt beraten lassen.

Davon abgesehen können Sie gegen Eisfüße auch wärmende Fußcremes mit Inhaltsstoffen wie Ingwer, Kurkuma und Chili verwenden. Diese wirken wärmend und durchblutungssteigernd. Besitzen Sie eine empfindliche oder angegriffene Haut, sollten Sie auf solche Produkte allerdings verzichten und auch Massagen sollten Sie mit wärmenden Cremes prinzipiell nicht ausführen.

 

Regelmäßige Saunagänge, Kneippgüsse oder Wechselduschen können ebenfalls dazu beitragen Eisfüßen vorzubeugen, indem sie die Durchblutung fördern. Sie sollten jedoch darauf achten die Temperaturunterschiede für Ihre Füße angemessen zu halten, um Verletzungen zu vermeiden.

 

Sonderfall Schweißfüße

 

Auch im Winter können die Füße schwitzen – warme Schuhe und dicke Socken sorgen vor allem in Innenräumen für eine verstärkte Schweißbildung an den Füßen.

Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, wie Sie dem entgegenwirken können. Fußdeos und Fußpuder sind wirksame Mittel, um die Feuchtigkeitsbildung einzudämmen. Sie helfen dabei, überschüssigen Schweiß aufzusaugen und unangenehme Gerüche zu verhindern. Verwenden Sie Produkte mit antibakteriellen Eigenschaften. Dadurch können Sie die Entstehung von Fußgeruch und Infektionen verhindern. Zusätzlich sollten Sie versuchen, Ihre Füße so oft wie möglich an die frische Luft zu lassen, indem Sie zuhause barfuß laufen. Ihre Schuhe sollten Sie regelmäßig reinigen und desinfizieren, um der Bildung von Bakterien und Pilzen vorzubeugen.

 

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen können Sie auch spezielle Fußpflegeprodukte verwenden, die auf die Bedürfnisse von Schweißfüßen zugeschnitten sind. Diese Produkte enthalten oft Inhaltsstoffe wie Salbeiextrakt, Eichenrinde oder Kamille, die dazu beitragen, die Schweißproduktion zu regulieren und die Haut zu beruhigen.

 

Luxuriöse Winter-Wellness für Ihre Füße

 

Hin und wieder verdienen Ihre Füße besondere Aufmerksamkeit und Pflege. Doch dafür ist kein teurer Spa-Besuch notwendig. Stattdessen haben wir für Sie eine ausgiebige und entspannende Fuß-Wellness-Behandlung zusammengestellt, die Sie bequem in den eigenen vier Wänden genießen können.

 

  1. Vorbereitung
    Beginnen Sie Ihr Fuß-Verwöhnprogramm, indem Sie sicherstellen, dass Sie alles, was Sie benötigen, in Reichweite haben. Legen Sie Handtücher, eine Schüssel oder ein Fußbad und alle Pflegeprodukte bereit.
  2. Fußbad und Massage
    Füllen die Schüssel oder das Fußbad mit warmem Wasser (idealerweise zwischen 36-40°C). Geben Sie einige Tropfen reichhaltiges Bade-Öl hinzu, um das Wasser zu aromatisieren und die Haut zu pflegen. Dann können Sie Ihre Füße ins Wasser eintauchen und sich für 15 bis 20 Minuten entspannen. Massieren Sie Ihre Füße währenddessen gerne mit sanften kreisenden Bewegungen. Besonders ein Kneten der Fußsohle löst Verspannungen im Fuß und fördert die Durchblutung.

Fußbad

  1. Hornhaut entfernen
    Um abgestorbene Hautzellen zu entfernen und raue Stellen zu glätten, verwenden Sie ein sanftes Peeling. Massieren Sie das Peeling auf der feuchten Haut Ihrer Füße ein und konzentrieren Sie sich auf die Bereiche mit Hornhaut. Bei hartnäckiger Hornhaut können Sie einen Bimsstein oder eine Hornhautfeile verwenden.

Hornhaut

  1. Fußnägel schneiden und lackieren
    Schenken Sie auch Ihren Nägeln Beachtung während der Fuß-Wellness. Kürzen Sie Ihre Fußnägel und bringen sie sauber und ordentlich in Form. Wenn Sie mögen, können Sie auch Nagellack auftragen – das kann als Motivation dienen, um Ihre Füße auch weiter zu pflegen. Beachten Sie jedoch, dass sie im Winter die Nägel nicht dauerhaft lackieren sollten, damit sie genügend Luft bekommen und nicht austrocknen.
  2. Cremen
    Verwenden Sie abschließend eine reichhaltige Fußcreme, idealerweise mit Inhaltsstoffen wie Urea, Sheabutter oder Jojobaöl. Massieren Sie die Creme sanft in die Haut Ihrer Füße ein, um die Durchblutung zu fördern und die Feuchtigkeitsversorgung zu optimieren.
Fußpflege
Dr. Hauschka Skin Care; Dr. Hauschka Kosmetik
Die richtige Fußpflege in der kalten Jahreszeit ist entscheidend, um Ihre Füße gesund und wohlgepflegt zu halten. Eine regelmäßige Pflegeroutine, die Verwendung geeigneter Inhaltsstoffe und gelegentliche Wellness-Behandlungen zuhause können dazu beitragen, Ihre Füße im Winter fit zu halten. Denken Sie daran, dass gesunde Füße ein wichtiger Bestandteil für Ihr Wohlbefinden sind, also verwöhnen Sie sie und geben Sie ihnen die Aufmerksamkeit, die sie verdienen.

 

 

 

 

Über Andrea Schnitzler

1994 Abschluß: Diplom Oecotrophologin (FH) 1999 Fachkosmetikerin 2003 Heilpraktikerin Einige Fortbildungen: 2004 Ausbildung Ohrakupunktur I 2004 Ausbildung Ohrakupunktur I 2007 Gasthörer Fachbereich Ökotrophologie FH Niederrhein 2008 Biomelekulare vitOrgan Therapie und Allergostop Behandlung 2013 Ausbildung in Acunova - Akupunktur 2000 bei Prof. John Boel 2014 Vertiefung in Acunova - Akupunktur 2000 bei Prof. John Boel 2016 Sympathikustherapie bei Dr. med. Heiner Steinrücken 2017 Kinesiologie Touch for Health Paracelsus 2017 Frequenz Therapie Anja Füchtenbusch