Ubichinon Q10 und die Wirkung auf die Haut
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Ubichinon: Q10 & die Wirkung auf die Haut

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Ubichinon – auch als Q10 oder Coenzym Q10 bezeichnet – ist ein vitaminähnlicher Stoff, der in nahezu jeder Zelle des Körpers vorkommt. Darüber hinaus ist es heute ein sehr bekannter Anti-Aging-Wirkstoff in zahlreichen Hautpflegeprodukten. Aber was steckt genau dahinter? Und welche Vorzüge bietet Ubichinon in der Kosmetik? Erfahren Sie hier mehr darüber.

Was ist Q10?

Sie fragen sich bestimmt: Was ist Ubichinon? Nun, dabei handelt es sich um ein sogenanntes Co-Enzym. Das bedeutet, dass es zu diversen biochemischen Vorgängen im Körper benötigt wird. Dieses fettlösliche Benzochinol ist ein fester Bestandteil fast jeder Körperzelle oder genauer gesagt der Zellmembran, was auch die Namensbezeichnung bereits zum Ausdruck bringt.

Ubichinon ist ein Begriff aus der lateinischen Sprache: „Ubique“ bedeutet ins Deutsche übersetzt „überall“. Dieser Stoff wird vom Körper zu einem gewissen Maß selbst synthetisiert, zum anderen durch Nahrungsergänzung sowie – in geringen Mengen – auch über die Nahrung zugeführt.

Die verminderte, bioaktive Form des Coenzyms ist Ubiquinol – kurz QH. Ubichinon Q10 muss im Organismus erst zu QH umgewandelt werden, denn auf diese Weise kann es der Körper für sich verwerten. QH wird schneller in den Blutkreislauf aufgenommen und steht allen Körperorganen als Sofortenergie zur Verfügung.

Welche Aufgaben und Funktionen erfüllt das Coenzym?

Im Körper des Menschen erfüllt Ubichinon Q10 viele verschiedene wichtige Aufgaben. Werfen wir einen näheren Blick auf diese Tätigkeiten.

Energiequelle des Körpers

Ubichinon spielt zum einen eine zentrale Rolle für die anaerobe Energieproduktion. Das Coenzym wird in den Mitochondrien, den Kernkraftwerken der Zellen, für die Nährstoffumwandlung in körpereigene Energie – in Adenosintriphosphat (ATP) – benötigt.

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Dieser Vorgang wird in der Fachsprache auch als „aerobe Energiegewinnung“ oder „Atmungskette“ bezeichnet. Da Q10 mit knapp 95 % an der Gewinnung der gesamten Energie des Körpers beteiligt ist, wird es auch oftmals als Energie-Coenzym bezeichnet. Alle Körperorgane, die einen hohen Energiebedarf haben wie zum Beispiel das Herz, die Leber oder die Nieren, weisen eine besonders hohe Q10-Konzentration auf.

Starkes Antioxidans

Ubichinon Q10 und seine aktive Form QH dienen auch als starkes Antioxidans.

Es wirkt zusammen mit anderen Antioxidantien wie Vitamin C und Vitamin E und ist in der Lage, schädliche freie Radikale an der Zellwand abzuwehren. Das Coenzym kann diese schädlichen Sauerstoffverbindungen also neutralisieren, bevor sie Zellschäden verursachen können.

Freie Radikale sind Stoffwechselendprodukte, die im Rahmen des normalen Zellprozesses, aber auch durch Umweltstressoren wie Smog oder UV-Licht erzeugt werden. Darüber hinaus hilft das Coenzym dabei, die Membran der Zelle flexibel und elastisch zu halten. Dadurch kann der Nährstofftransport in und aus den Körperzellen einwandfrei ablaufen.

Die Anwendungsgebiete des Coenzyms

Erstmals wurde das Coenzym im Jahr 1957 entdeckt und vor allem in gesundheitlich-medizinischen Anwendungsbereichen intensiv erforscht. Für den Menschen ist der Wirkstoff essenziell, nicht nur in puncto Energiegewinnung, sondern auch als zellschützender Radikalfänger. Wie andere Antioxidantien kann auch Q10 Herzkrankheiten vorbeugen und den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen.

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Heutzutage unterstützt das Coenzym die Behandlung wichtiger Krankheiten und Beschwerden wie zum Beispiel Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebs, Migräne, Zellstoffwechselstörungen und sogar Parkinson. Auch in der Kosmetik hat der Wirkstoff bereits eine beachtliche Aufmerksamkeit erregt. Zum ersten Mal wurde er in den 90er Jahren für Pflegeprodukte eingesetzt und hat sich im Bekanntheitsgrad bis heute enorm gesteigert.

Ubichinol in Nahrungsmitteln und Supplementen

Mit fortschreitendem Lebensalter nimmt auch die körpereigene Q10-Produktion mehr und mehr ab. Doch auch Stress und diverse Erkrankungen können die eigene Biosynthese mindern. Aus diesem Grund ist es in jedem Fall ratsam, auf entsprechende Pflegeprodukte und Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen. Bei der Nahrungsergänzung sollten im Idealfall auf Ubichinol-Tropfen verwendet werden, denn diese haben die beste Bioverfügbarkeit. Erhältlich ist Ubiquinol jedoch auch in Kapselform. Neben speziellen Supplementen und Präparaten kann das Coenzym aber auch über bestimmte Nahrungsmittel aufgenommen werden. Eine gesunde und vor allem abwechslungsreiche Ernährung stellt eine optimale Nährstoffversorgung des Körpers sicher, auch mit dem essenziellen Coenzym.

Lebensmittel mit hohem Coenzym Q10-Gehalt
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Ubichinon Q10 findet sich beispielsweise in pflanzlichen Lebensmitteln wie Brokkoli, Avocados, Süßkartoffeln, Rosenkohl, Soja, Spinat und Petersilie. Auch Nüsse wie Pistazien, Walnüsse, Haselnüsse und Erdnüsse liefern hohe Mengen. Darüber hinaus kann der Stoff auch aus Sesam, Olivenöl, Walnussöl, Hirse und Buchweizen aufgenommen werden. Nicht nur pflanzliche Nahrungsmittel versorgen den Körper jedoch mit diesem essenziellen Coenzym, sondern auch tierische Lebensmittel wie etwa rotes Fleisch, Butter, Milch, Käse und Eier. Auch Fische wie Thunfisch, Hering, Sardine und Makrele sind ausgezeichnete Ubichiniol-Quellen. Experten gehen davon aus, dass eine tägliche Menge von 30-60 mg eine ausreichende Versorgung darstellt.

Pflege mit Q10: Wirkung auf die Haut

Die körpereigene Q10-Konzentration ist nicht lebenslang gleichbleibend. Intensive körperliche Anstrengungen, Stressbelastungen oder auch einfach das fortschreitende Lebensalter führen zu einer Reduktion der vorhandenen Coenzym-Menge. Vor allem der Faktor Stress spielt auch für die Haut eine grundlegend wichtige Rolle! Die Haut als größtes menschliches Organ ist Tag für Tag vielfachen Stressbelastungen ausgesetzt. Schädliche Außenfaktoren wie eine starke Umweltbelastung oder eine intensive UV-Strahlung erzeugen schädliche freie Radikale und begünstigen somit die Hautalterung. Durch antioxidative Pflegecremes versucht man diesem Prozess entgegenzuwirken.

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Der Alterungsprozess ist ein natürlicher und unaufhaltsamer Vorgang, doch durch die richtige Lebensweise, Ernährung und Pflege lässt er sich zumindest verlangsamen. Das Coenzym wirkt in der Hautpflege als wertvolles Antioxidans, das schädliche freie Radikale neutralisiert und die Hautzellen somit vor Schäden schützt. Der Wirkstoff ist ein sehr bedeutsamer Energielieferant für die Zellen. Er hat eine antientzündliche und antioxidative Wirkung und spielt somit vor allem in der Faltenbehandlung eine zentrale Rolle! Renommierte Kosmetikmarken wie Charlotte Meentzen, Dr. Spiller, Dr. Rimpler und Apot.Care setzen auf diesen Wirkstoffkomplex.

Ubichinon für die Haut – für mehr Straffheit & Elastizität

Ubichinon ist für die Haut von besonderer Bedeutung, so etwa in der Vorbeugung der chronologischen Hautalterung. Es wirkt dem Verlust der Hautelastizität entgegen und schützt die Hautzellen gleichzeitig vor einer lichtbedingten Hautalterung sowie dem Austrocknen infolge von übermäßiger Sonneneinstrahlung. Klinische Forschungsstudien konnten feststellen, dass die Anwendung von Q-10-reichen Pflegecremes den Antioxidantien-Spiegel der Haut erhöhen und freie Radikale mindern.

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In den Forschungsstudien erlitten die menschlichen Hautzellen weniger Lichtschäden infolge einer starken UVA- und UVB-Belastung, sodass auch die Faltenbildung verhindert werden konnte. Die meisten bislang durchgeführten Q-10-Studien sind in vitro, das bedeutet, dass die Wirkungen des Coenzyms an Zellkulturen im Labor getestet wurden, ohne jedoch eine Schutzbarriere wie der menschlichen Haut. Die Resultate lassen sich daher auch nicht 1:1 auf die Wirkung der Kosmetik auf die Haut des Menschen übertragen.

Kosmetik mit Anti-Falten-Wirkung?

Es gibt aber auch einige Hautforschungsstudien zur Anti-Falten-Wirkung mit Probanden, also nicht nur in-vitro. So wurde beispielsweise die Reduktion der Faltentiefe im Bereich der Augen untersucht: Die Studie mit 20 Teilnehmern hat gezeigt, dass eine Q-10-Kosmetik für die Augen mit einem 0,3%-Wirkstoffanteil im Vergleich zu einer Placebo-Pflegecreme faltenmindernd wirkte (vgl. Hoppe et al., BioFactors 9, S. 371-378 (1999).

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Auch ein antientzündlicher Effekt konnte nachgewiesen werden (vgl. B. Fuller et al., J. Cosmet. Dermatol. 5, S. 30-38 (2005). Um eine Wirkung tatsächlich nachweisen zu können, sollte die Anwendung jedoch über einen längeren Zeitraum geschehen. Auch das eigene Hautbild spielt eine sehr wichtige Rolle.

Kosmetik mit hohem Wirkpotenzial

Einige Pflegeprodukte besitzen ein hohes Wirkpotenzial und können somit zu einer Verfeinerung des Hautbildes, einer geringeren Faltentiefe sowie einer straffer wirkenden Haut beitragen. Hierzu gehört zum Beispiel Sauerstoff-Complex-Light von Dr. Spiller oder die Kosmetik Xcelent Skin Energizer von Dr. Rimpler. Auch das Pure Serum von Apot.Care oder die Q10-Jubiläumscreme von Charlotte Meentzen bringen einzigartige Pflegeresultate hervor.

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