© deagreez / Fotolia.com

Schluss mit Pickeln am Rücken

„Die Geheimnisse einer makellosen Haut“

Pickel am Rücken stellen oft ein lästiges Problem dar – sie beeinträchtigen nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern können auch Schmerzen verursachen. Deshalb ist eine gute Rückenpflege essenziell, um die unliebsamen Hautveränderungen zu vermeiden und zu bekämpfen. Wir stellen Ihnen in unserem Ratgeber wertvolle Tipps und Tricks zur Seite, die zeigen, wie Sie effektiv gegen die Pickel am Rücken vorgehen. Zudem erklären wir, warum gerade der Rücken zu den Hautunreinheiten neigt und zeigen, welche natürlichen Inhaltsstoffe echte Gamechanger sind und welche Sie lieber meiden sollten.

 

Warum entstehen Pickel ausgerechnet am Rücken?

Neben dem Gesicht besitzt der Rücken am meisten Talgdrüsen in der Haut. Deshalb passiert bei beiden Bereichen oft dasselbe: Sind die Hautdrüsen übermäßig aktiv und produzieren zu viel Talg, verstopfen die Poren. Dort vermehren sich dann die Bakterien der menschlichen Haut besonders und es entstehen Entzündungen.

Das heißt: Wer eine fettige, zu Pickeln neigende Gesichtshaut hat, leidet häufig auch an Rückenpickeln. Übrigens: Mehr als die Hälfte der Akne-Geplagten hat sowohl im Gesicht als auch am Rücken Pickel. Dazu kommt, dass die Poren des Rückens größer sind, weshalb die Akne dort in der Regel noch stärker ausfällt.

Abgesehen vom Hauttyp und der Genetik, beeinflussen aber auch weitere Faktoren die Anfälligkeit für Rückenpickel:

  • Kleidung: Zu enge Kleidung führt zu übermäßiger Wärme und Reibung am Rücken. Wenn Sie bereits von Haus aus zur Akne neigen, führt eine falsche Kleiderwahl meist zu zahlreichen neuen Pickeln. Auch der Kleidungsstoff hat Einfluss auf die Bildung der Hautunreinheiten. Denn synthetische Kleidung ist nicht atmungsaktiv und durch einen fehlenden Luftaustausch kann die Akne verschlimmert werden.
  • Hormonelle Schwankungen: Hormone wie Cortisol, das bei Stress ausgeschüttet wird, begünstigen die Pickelbildung – im Gesicht wie auf dem Rücken. Aber auch natürliche Hormonveränderungen, wie in der Pubertät und der Schwangerschaft oder während dem natürlichen Verlauf des weiblichen Zyklus, sorgen häufig für mehr Pickel.
  • Sport: Beim Sport werden Endorphine freigesetzt, die Stress abbauen. Stress begünstigt in der Regel Hautunreinheiten, weshalb Sport Ihnen helfen kann, den Pickeln vorzubeugen. Allerdings sollte dabei beachtet werden, dass Schweiß ebenfalls zu verstopften Poren führen kann. Achten Sie auch unbedingt auf eine weite, atmungsaktive Kleidung. Andernfalls entsteht beim Sport genau der zuvor beschriebene Effekt durch übermäßige Wärme und Reibung. Auch eine gründliche Dusche nach dem Sport ist unerlässlich.
  • Ungesunde Lebensweise: Vor allem zuckerhaltige Lebensmittel fördern Hautunreinheiten. Sowohl der zum Beispiel in Schokolade, Chips oder Limonade enthaltene Zucker wie auch die Fette verstärken die Talgproduktion. Denselben Effekt können zu viele Milchprodukte in der täglichen Ernährung haben, denn sie steigern die Insulinproduktion im Körper. Und Insulin veranlasst den Körper mehr Androgene zu produzieren, die die Aktivität der Talgdrüsen anheben.

 

Wie können Sie den Pickeln vorbeugen?

 

Die Maßnahmen zur Vorbeugung von Pickeln hängen eng mit ihren Ursachen zusammen.

Eine gründliche und regelmäßige Reinigung des Rückens mit einer für Ihre Haut richtigen Seife ist entscheidend, um Schmutz, Schweiß und überschüssiges Öl zu entfernen, ohne dabei auszutrocknen. Dazu gehört im Anschluss die passende Pflege, um die Haut zusätzlich vor Austrocknung zu schützen.

 

Das Beauté Pacifique Seriously Mild Shower Gel reinigt die Haut zum Beispiel sanft, ohne sie auszutrocknen und lässt sich prima durch eine feuchtigkeitsspendende Bodylotion ergänzen.

 

Übrigens: Duschen ist besser als Baden. Denn beim Duschen gelangt immer wieder frisches Wasser auf die Haut. Der Online-Arzt ZAVA empfiehlt außerdem ätherische Öle wie Pfefferminze, die in Bädern mit ihren antibakteriellen Eigenschaften Bakterien abtöten können. Und auch eine sanfte Bürste kann Ihnen bei der Reinigung des Rückens helfen.

Locker sitzende und atmungsaktive Kleidung kann ebenfalls helfen, den Rückenpickeln vorzubeugen. Besonders beim Sport sollten Sie auf entsprechende Klamotten Wert legen.

Zusätzlich kann eine gesunde Ernährung mit frischem Obst und Gemüse, Kräutern und Vollkornprodukten auf der einen und Stressreduktion auf der anderen Seite positive Effekte auf die Haut am Rücken haben.

Besteht aber eine genetische Disposition zur Akne, werden Sie um eine spezielle Pflege nicht herumkommen.

Die richtige Pflege von Pickeln am Rücken

Mit der richtigen Routine kann es Ihnen gelingen, Ihre Rückenakne zu behandeln und eine Rückkehr zu verhindern. Dabei spielen die korrekte Reinigung und das Eincremen eine entscheidende Rolle. Bestimmte Inhaltsstoffe bieten darüber hinaus eine wirksame Unterstützung. Allerdings sind manche nur mit Vorsicht zu verwenden. Wir klären auf, welche Inhaltsstoffe Ihnen mit den Hautunreinheiten helfen und was es zu beachten gilt.

Zinkoxid

Zinkoxid ist eine Mischung aus Zink und Sauerstoff, die als Wirkstoff in Zinksalben und Zinkpasten verwendet wird. Es ist in der Lage, der Haut Feuchtigkeit zu entziehen und wirkt antiseptisch. Der Inhaltsstoff hilft deshalb nicht nur bei der akuten Behandlung von Hautunreinheiten, sondern kann langfristig auch Pickelmale verblassen lassen. Allerdings ist eine Zinksalbe für den Rücken nicht unbedingt empfehlenswert, da es sich um eine fetthaltige Substanz handelt, die sich eher kontraproduktiv zeigen kann.

Azulen Paste mit Zink

Stattdessen sollten Sie zu einer dünnen Emulsion oder einer Zinkpaste greifen. Diese werden auf Wasser- bzw. Vaseline-Basis hergestellt. Da sie kein Fett enthalten und sich Vaseline nur oberflächlich auf die Haut legt, ohne einzudringen, kann das Zinkoxid in die Haut eindringen, ohne eine entgegengesetzte Wirkung anderer Bestandteile zu riskieren.

 

Egal in welcher Form Sie Zinkoxid verwenden, es sollte auf jeden Fall ganz dünn aufgetragen werden.

Hamamelis

Hamamelis, auch als „Zaubernuss“ bekannt, hat als natürlicher Inhaltsstoff den Ruf, fettige Haut, Akne, aber auch Tränensäcke und Sonnenbrand zu verbessern. Der Stoff ist tatsächlich eine Quelle vieler Antioxidantien, die gut für die Haut sind. Allerdings sind auch Tannine enthalten, die wiederum Hautreizungen verursachen können.

Da Hamamelis adstringierende (zusammenziehende) Eigenschaften hat, wird ihr nachgesagt, dass sie Akne „austrocknen“ und Bakterien bekämpfen kann. Tatsächlich konnten Untersuchungen das aber nicht belegen. Die Zaubernuss wird allein verwendet wahrscheinlicher Hautreizungen verursachen und Rückenakne verschlimmern.

Teebaumöl

 

Teebaumöl ist für seine antimikrobiellen Eigenschaften bekannt und kann dazu beitragen, Bakterien auf der Haut zu reduzieren, die zu Entzündungen und Pickeln am Rücken führen können. Sie können es somit zur Behandlung, aber auch zur Vorbeugung verwenden. Beim Kauf müssen Sie unbedingt auf die Konzentration des Teebaumöls achten: Sind über fünf Prozent enthalten, kann der Inhaltsstoff bei empfindlichen Personen zu Hautreizungen und allergischen Hautausschlägen führen. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung rät deshalb generell zu einer Begrenzung der Konzentration auf ein Prozent. Teebaumölhaltige Cremes sollten Sie zudem nicht über einen längeren Zeitraum verwenden. Für die Pflege akuter Problemstellen eignen sie sich hingegen gut.

 

Die „SOS Care Teebaumsalbe“ von Dado Sens Dermacosmetics pflegt empfindliche Haut gezielt bei Unreinheiten und schafft einen ausgleichenden Feuchtigkeitsgehalt. So wie zinkoxidhaltige Produkte sollten auch Teebaumsalben dünn und sparsam aufgetragen werden, um eine gute Wirkung zu erzielen.

Heilerde

Heilerde hat durch ihre mineralische Zusammensetzung eine absorbierende Wirkung und kann überschüssigen Talg und Fett von der Haut binden. Sie kann auch dazu beitragen, Giftstoffe aus den Poren zu ziehen und die Haut zu klären, was bei der Behandlung von Pickeln am Rücken nützlich ist. Heilerde wird meist in Pulverform verkauft und mit Leitungswasser zu einem homogenen Schlamm angerührt, der als Maske auf die Haut aufgetragen wird. Nach der Verwendung sollte die Maske gründlich mit klarem Wasser ausgespült und auf eine Pflegecreme nicht verzichtet werden.

 

Es ist außerdem möglich, Heilerde mit anderen natürlichen Inhaltsstoffen wie Hamamelis zu kombinieren und so ihre verschiedenen positiven Wirkungen gegenseitig zu ergänzen. Die Reinigungsmaske von Dr. Hauschka enthält zum Beispiel beide Stoffe und zusätzlich Kapuzinerkresse, die anregend auf die Haut wirkt.

Dr. Hauschka Skin Care; Dr. Hauschka Kosmetik

Mikrosilber

 

Silber besitzt eine wissenschaftlich nachgewiesene antibakterielle Wirkung. Cremes, die Mikrosilber enthalten – also kleinste Silberpartikel – hemmen die Vermehrung von Bakterien auf der Haut und können so zu einer Verbesserung des Hautbildes führen.

 

Die spezielle Form von reinem Silber in Cremes hat eine Größe, die auf der Hautoberfläche bleibt, ohne einzudringen und unterstützt die natürliche Schutzbarriere der Haut. Bei mikrosilberhaltigen Cremes sollten Sie darauf achten, dass sie keine irritierenden Inhaltsstoffe wie Emulgatoren, Duftstoffe oder Parabene enthalten.

 

Die „AMINTAmed Camomile Paste mit Microsilver“ wurde speziell für die Pflege von Hautunreinheiten abseits des Gesichts entwickelt. Während das enthaltene Mikrosilber antibakteriell wirkt, beruhigt die enthaltene Kamille die Haut an eventuell bereits entzündeten Stellen.

Fazit: Gezielte Pflege und wirksame Inhaltsstoffe für eine reine Rückenhaut

Pickel am Rücken können eine frustrierende Herausforderung sein, aber mit der richtigen Pflege und Prävention ist es möglich, sie zu reduzieren und ganz zu bekämpfen. Die regelmäßige Reinigung des Rückens, das Tragen locker sitzender Kleidung und die Verwendung von Produkten mit wirksamen natürlichen Inhaltsstoffen wie Zinkoxid, Heilerde und Mikrosilber können dazu beitragen, Pickeln am Rücken effektiv vorzubeugen und sie zu behandeln.

Allerdings sollten Sie immer beachten, dass die individuelle Hautreaktion variiert. Sind die Rückenpickel schwerwiegend oder reagieren sie nicht auf die Pflege, sollten Sie einen Facharzt oder Dermatologen aufsuchen, um eine umfassende Diagnose zu erhalten und eventuell eine Behandlung mit verschreibungspflichtigen Mitteln zu beginnen.

Über Andrea Schnitzler

1994 Abschluß: Diplom Oecotrophologin (FH) 1999 Fachkosmetikerin 2003 Heilpraktikerin Einige Fortbildungen: 2004 Ausbildung Ohrakupunktur I 2004 Ausbildung Ohrakupunktur I 2007 Gasthörer Fachbereich Ökotrophologie FH Niederrhein 2008 Biomelekulare vitOrgan Therapie und Allergostop Behandlung 2013 Ausbildung in Acunova - Akupunktur 2000 bei Prof. John Boel 2014 Vertiefung in Acunova - Akupunktur 2000 bei Prof. John Boel 2016 Sympathikustherapie bei Dr. med. Heiner Steinrücken 2017 Kinesiologie Touch for Health Paracelsus 2017 Frequenz Therapie Anja Füchtenbusch