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Der pH-Wert

« Wie er Ihre Haut gesund hält »

Auf Verpackungen, Cremetöpfchen oder in Zeitschriften – der pH-Wert begegnet uns immer wieder. Doch kaum jemand weiß, was dieser Wert eigentlich bedeutet. Darum beschäftigen wir uns in diesem Beitrag näher mit ihm, erklären, welchen Nutzen er in Pflegeprodukten hat und wie man den pH-Level gesundhält.

Was bedeutet pH eigentlich?

Die Abkürzung pH steht für den lateinischen Begriff „potentia Hydrogenii“, was übersetzt so viel wie Wasserstoffionenkonzentration heißt. Die Hautoberschichten verfügen über einen Säureschutzmantel, der vor schädlichen Einflüssen schützt. Mit 4,0 bis 6,5 hat dieser Mantel einen sauren pH-Wert, der in den tieferen Hautschichten ansteigt und in der unteren Schicht bei 6,8 bis 7 liegt.

Der Schutzmantel der Haut besteht aus Lipiden Fetten ph-wert-haut
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Natürliche Hautschutzfunktion

Der Schutzmantel der Haut besteht aus Lipiden (Fetten). Dieser Schutzmantel und die Haut selbst haben eine Barrierefunktion und schützen vor Bakterien sowie anderen schädlichen Einflüssen. Sowohl äußere (exogene) als auch innere (endogene) Faktoren können den pH-Wert beeinflussen.

Exogene Faktoren, die das Hautbild schädigen können, sind beispielsweise:

  • Hautreinigung mit ungeeigneten Pflegeprodukten
  • scharfe Chemikalien, z.B. beim Färben der Haare

Auch endogene Faktoren bringen unsere Haut aus dem Gleichgewicht. Dazu gehören:

  • das biologische Alter
  • die Wechseljahre
  • die Hormone

Der pH-Wert entsteht aus Schweiß, Talg, Hornschuppen und Mikropartikeln. Bei der Reinigung mit Seife geht er verloren und kann auf ungefähr 9 angehoben werden. Innerhalb von 20 bis 30 Minuten reguliert sich die Haut wieder selbst. Mit einem Gesichtswasser erfolgt die Regulierung auf einen Wert von 4 bis 4,5 allerdings in wenigen Sekunden.

Auf die richtige Gesichtsreinigung kommt es an

Häufig wird der Hautsäureschutzmantel durch intensives Waschen geschädigt, sodass Bakterien und Mikroorganismen leicht in den Körper eindringen können.

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Für die Reinigung sind Syndets effektiv, wenn sie sparsam eingesetzt werden. Diese können gut auf die Haut eingestellt werden. Syndets erkennen Sie durch die Bezeichnung „pH-hautneutral“ oder „alkalifrei“.

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Auch bei der Herangehensweise gibt es einiges zu beachten: Rubbeln Sie Ihr Gesicht nicht trocknen, sondern tupfen Sie es sanft ab. Reinigen Sie die Gesichtshaut am Abend schonend, aber gründlich mit einem Gesichtsreiniger.

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Empfehlenswerte Pflegeprodukte sind das Med Reinigungsgel von La mer, das Hildegard Braukmann 24h Reinigungsmousse und das Natur Pur Balance Reinigungsgel von Charlotte Meentzen.

Vorsicht bei heißem Wasser

Ein heißes Bad oder eine heiße Dusche tut gut. Für unser Wohlbefinden mag das stimmen. Unsere Haut verträgt hohe Temperaturen und zu langes Duschen oder Baden allerdings nicht. Die Wassertemperaturen sollte 39 Grad Celsius nicht überschreiten. Bei einer höheren Temperatur beginnen sich die Hautfette zu lösen. Alkalische Seifen trocknen die Haut aus und erhöhen ihren pH-Wert extrem.

Auf eine sanfte Reinigung kommt es auch bei Hauterkrankungen wie Rosazea oder Neurodermitis an, da die Haut auf bestimmte Inhaltsstoffe sehr sensibel reagiert.

Reinigungsöle und Reinigungswasser

Reinigungsöle sind reichhaltig und lösen sanft die Lipide dank ihrer lipophilen Eigenschaften. Beim Abspülen entsteht eine Öl-Wasser-Emulsion. Die Haut wird schonend entfettet, sodass der pH-Level kaum angegriffen wird.

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Pflegeprodukte wie das Azulen Reinigungsöl von Dr. Eckstein und das Biodroga Reinigungsöl eignen sich hervorragend bei normaler und sehr trockener Haut.

Reinigungswasser ist sauer und kann mit seinem niedrigen pH-Wert die Haut stabilisieren. Der häufig enthaltene Alkohol wirkt desinfizierend.

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Eine Alternative ist Mizellenwasser aus milden, nicht-ionischen Tensiden. Es eignet sich bei sensibler, entzündlicher Haut und greift den pH-Wert nicht an.

Hautpeelings

Chemische Peelings nutzen milde Säuren. AHA-Säuren als Frucht- oder Glykolsäuren regen die Kollagenbildung an und penetrieren bei hoher Konzentration die Dermis.

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BHA als Salicylsäure eignet sich weniger bei gereiztem Hautbild und verstärkt die Depotwirkung in der Epidermis. Besser geeignet ist PHA, da entsprechende Säuren langsamer penetrieren und sanfter sind.

Enzymatische Peelings sind sanft und eignen sich auch für Trockenhaut. Mechanische Peelings lösen mit den enthaltenen Partikeln die Hautzellen und basieren auf Öl und Wasser.

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Wirkungsvolle Hautpeelings sind der Enzyme Peeling Balm von BABOR sowie das Gertraud Gruber Enzym Peeling Puder.

Das bewirken rückfettende Kosmetika

Was bedeutet „rückfettend“ eigentlich? Durch bestimmte Inhaltsstoff-Kombinationen versuchen Pflegeprodukte, der Haut ihren natürlich Fettschutzfilm zu erhalten. Wahrscheinlich helfen rückfettende Kosmetika nur bedingt, da die Tenside nicht bei Fetten unterscheiden.

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Im Normalfall werden Triglyceride und andere fettende Öle durch Tenside gebunden. Nur für einen kurzen Zeitraum ist die Haut nach der Reinigung vor Lipiden geschützt.

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Empfehlenswerte Pflegeprodukte: La Mer Med Anti Dry Lipidcreme und die B55 Pflegedusche Zimtrinde-Ingwer Relaxing von Oliveda.

Der optimale pH-Wert für die Haut

Der Reinigungsprozess belastet das Hautbild und kann gegebenenfalls den pH-Wert ins Basische verändern. Reinigungsprodukte mit schwach saurem pH-Wert von 5,5 sind besser geeignet als alkalische Seifen. Der pH-Wert wird durch Pflegeprodukte zumeist nur kurzfristig gesenkt. Zu viel Säure kann zu Hautreizungen führen.

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Bei reifer Haut sind Pflegeprodukte mit einem pH-Wert von 4 zu empfehlen, während bei jüngerer Haut eine Pflege zu empfehlen ist, die auf der Haut verbleibt.

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Ein saurer pH-Wert ohne Schäleffekt ist ratsam. Cremes und Peelings mit Säuren sind bei reifer Haut geeignet, doch ist der Peeling-Effekt nicht immer erwünscht.

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Bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis sollten solche Produkte nicht angewendet werden. Grundsätzlich wären aber Hautpflegeprodukte wie die Dr. Hauschka Med Gesichtscreme Mittagsblume, Dermalogica Barrier Repair und das Hildegard Braukmann Derma Membran After Shave Balsam die Mittel der Wahl.

Fazit zum pH-Wert der Haut

Der Hautschutzmantel ist nicht nur sauer, sondern er besteht auch aus Lipiden. Leicht saure, seifenfreie Syndets mit milden Tensiden sind für die Körper- und Gesichtshaut am besten geeignet.

Duschen Sie nicht länger als 5 Minuten und nicht heißer als bei 39 Grad Celsius, da das den pH-Level negativ beeinflussen könnte.

Die Folgen: Hauttrockenheit, Spannungsgefühle und Juckreiz. Pflegeprodukte sollten leicht sauer, aber nicht zu sauer sein. Der pH-Wert von 6 sollte nicht überschritten werden. Bei reifer Haut eignet sich ein pH-Wert von 4.